Gestaltung, Trends, Veranstaltung

Vanda-Flower-Orchidee-Workshop auf der IGA Berlin

6. Mai 2017
IGA2017_Berlin_Mygreentown_Orchidee

Zurzeit blühen auf dem Gelände der IGA-Berlin vorwiegend tausende schöne Tulpen. In der Blumenhalle findet mit einer Orchideenausstellung ein Kontrastprogramm statt, das ich euch heute im Blog vorstelle. Die Führung durch die Orchideenausstellung fand mit Marei Karge-Lipard statt, eine Expertin, wenn es um die Züchtung und Kultivierung von Orchideen geht. Nach der Führung durch die Blumenhalle fand noch ein kleiner Flower-Workshop mit Corina Krause statt.

Flower Workshop – Vanda Orchidee

Der Name Vanda ist abgeleitet von einem Sanskritnamen vanda und wurde ursprünglich genutzt in Bengalen für Vanda tessellata. Vanda ist eine Gattung aus der Familie der Orchideen (Orchidaceae), die Gattung umfasst ca. 50 Arten. Besonders beliebt ist die Vanda Orchidee in Thailand und aufgrund Ihrer überaus langen Haltbarkeit nach dem Schnitt, weit über zwei Wochen, eignet sie sich gut für Gestecke und Blumensträuße. Die Urform der Vanda Orchidee, Vanda tessellata, wird in der Medizin eingesetzt bei Erkrankungen der Leber und zur Linderung von Entzündungen und zur Heilung von Knochenbrüchen.

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Flower Workshop

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Vanda Orchidee

Das Farbspektrum bei Orchideen ist groß, aber eine Farbe kommt eher selten vor, die Farbe Blau. Eine außergewöhnliche Orchidee unter den Vanda Orchideen stellt daher die Orchidee Vanda coerulea dar, sie hat eine blaue Blüte. Entdeckt wurde die erste blaue Orchidee im Jahr 1837 von William Griffith, in Assam, Indien.

Die große und sehr auffällige Blüte der Vanda Orchidee braucht lange, 10 bis 12 Jahre, bis sie sich zeigt. Somit ist es eine kleine Kostbarkeit. Die Züchtung und Produktion solcher Orchideen ist kostenintensiv, daher wurden die auf der IGA verwendeten Blüten der Vanda Orchidee aus Thailand importiert und von dem Thailändischen Star-Floristen, Sakul Intakul, auf zwei Elefantenfiguren arrangiert.

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Während der Führung mit Marei Karge-Lipard, von dem Orchideengarten Karge, gab es viel Wissenswertes über Orchideen zu erfahren…

Orchideenarten gibt es sehr viele, ca. 30.000 weltweit. Eine Besonderheit stellt der Orchideensamen dar, da er keine feste Samenhülle aufweist. Ein Orchideensame ist ein nackter Embryo, zum keimen wird der passende Symbiont benötigt, ein Mykorrhizapilz. Für die Produktion diverser Orchideensorten stellt dies ein kleines Problem dar. Es gibt Orchideensorten, wo der passende Gegenspieler (Pilz) einfach noch nicht gefunden wurde, diese Orchideen, z.B. einige Frauenschuhsorten,  können bisher nur durch Teilung vermehrt werden.

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Marei Karge-Liphard, Orchideengarten

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Im modernen Produktionsprozess werden Orchideen fast ohne Kontakt zum Menschen produziert. Die Pflanzen stehen auf Tischen und fahren automatisch in einem Zeitraum von ca. 20 Wochen, bei einer Temperatur um die 26 – 28°C, durch einen Raum hindurch, bis sie genügend Blattmasse produziert haben. Danach fahren die Orchideen in den nächsten Produktionsabschnitt hinein. Das bedeutet eigentlich nur, dass jetzt die Temperatur im nächsten Raum abgesenkt wird, auf ca. 17 – 18°C, damit die Orchideen mit der Blütenbildung starten. Bis die Blüten gebildet werden dauert es dann ebenfalls noch mal ca. 20 Wochen.

Warum wird die Orchidee oft in durchsichtigen Plastiktöpfen oder Glasvasen verkauft?

Die Orchidee ist ein Epiphyt, also eine „Aufsitzerpflanze“. Ihre Wurzeln können ebenfalls über Photosynthese zur Ernährung der Pflanze beitragen.

Wie pflegt man eine Orchidee eigentlich?

Eine Gärtnerin sagte mir mal, dass man die Orchidee am besten vergisst und wenn man dann ab und zu an sie denkt und ihr etwas Wasser gibt, reicht es meist.

Natürlich sollte man eine Orchidee nicht vertrocknen lassen, aber sie benötigt in der Tat nicht besonders viel Wasser. Eine hohe Luftfeuchte oder ein Platz über dem Aquarium kann durchaus ausreichen. Besprüht man die Orchideen ab und an mit Wasser und gibt ihr auch ab und zu etwas Orchideendünger, bilden sie auch ein paar mehr und vor allem größere Blüten aus.

Bekannt ist euch bestimmt die Phalaenopsis Orchidee, da sie meist an Supermarktkassen und in einem bekannten schwedischen Möbelhaus in rauen Mengen angeboten wird. Fotografiert habe ich daher mal ein paar andere schöne Varianten für euch.

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Lust auf Orchideen?

Die Ausstellung könnt ihr in der Blumenhalle auf der IGA besuchen:

Hellersdorfer Str. 159, 12619 Berlin

Erwähnt im Blogbeitrag:

Orchideengarten
Inh. Marei Karge-Liphard
Bahnhofstraße 24
21368 Dahlenburg

Corina Krause, Meisterfloristin und derzeit deutsche Blumenfee

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Bis demnächst!

 

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