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Urban farming von ECF Farmsystems auf dem Gelände der Malzfabrik

6. April 2015
Efficient city farming

Urban farming!

Ab Mai ist es soweit, die „Farmerboys“ und „Farmergirls“ von ECF Farmsystems eröffnen den Verkauf der ECF Farm mit Farmers Market und dazugehöriger Fisch- und Gemüseproduktion in Berlin. Die eigentliche Eröffnung fand schon im März statt, aber Fisch oder Gemüse kann man ab Mai kaufen. Man bekommt frischen Fisch ohne lange Transportwege und wer möchte auch leckres Gemüse und Kräuter direkt in Berlin produziert. Zum kennenlernen der Farm finden Kurzführungen (ca. 15 Minuten) von Mo-Fr, um 17 Uhr, statt. Man erfährt viel Spannendes zum ganzen Ablauf der kombinierten Produktion von Fisch und Gemüse, genannt Aquaponik (Aquakultur und Hydroponik). Jeden ersten Freitag im Monat finden ausführlichere Führungen statt, sie beginnen um 16 Uhr und dauern ca. 1 Std..

Efficient city farming

Neugierig auf die Aquaponik-Farm in Berlin fuhr ich mit dem Rad vom Prenzlauer Berg zur Malzfabrik, um an der kurzen Führung teilzunehmen, die dann doch ein klein wenig länger dauerte.

Als ich ankam viel mir gleich die Gestaltung der Gebäude neben dem Gewächshaus auf. Die farbigen Gebäude erklären durch aufgemalte Comics, wie sich die Produktion von Fisch und Gemüse ergänzt und man auf diese Art einen nachhaltigen Produktionsweg einschlägt.

Die Produktion!

Auf der Fläche von 1800 m² sollen jährlich 30 Tonnen Fisch und 35 Tonnen Gemüse produziert werden. Der Fisch wird mit Biofutter gefüttert, der Besatz wird kontrolliert, auf den Einsatz von Antibiotika oder Gentechnik wird verzichtet.

Es gibt keinen chemischen Dünger in der Produktion und durch die Vermarktung vor Ort entfallen lange Transportwege oder Kühlketten, die zusätzliche Energie verbrauchen.

Um den Wasserverbrauch möglichst sparsam zu organisieren wird das Regenwasser auf dem Dach gesammelt und in die Fischbecken geleitet. Das Wasser wird zweimal verwendet, einmal für die Fische und danach für die Gemüseproduktion.

Sollte man Bedenken haben, was den Geschmack angeht, da das Gemüse mit dem Wasser versorgt wird, in dem die Fische schwimmen und auch ihre Ausscheidungen hinterlassen, kann man z.B. einfach mal eine Gurke probieren. Herr Echternacht (Mitbegründer von ECF Farmsystems ) hat allen Teilnehmern der Führung ein Stück der vor Ort produzierten Gurke angeboten, sie war sehr auf jeden Fall lecker und hat nicht nach Fisch geschmeckt ;-).

ECF Farmsystems in der Schweiz

Eine weitere Farm von ECF Farmystems gibt es bereits in der Schweiz, das Besondere an dieser Farm ist definitiv die Lage, die Farm in der Schweiz befindet sich auf einem Dach, mit Blick auf die Berge. Man kann sich bereits von ECF Farmsystems ein Gewächshaus mit kombinierter Anlage zur Fischzucht („aquaponisches Farmsystem“) Schlüsselfertig errichten lassen, wenn gewünscht auch auf einem Dach.

urban farming berlin

(c) ECF Farmsystems Berlin

 

Alles bio?

Ein Ökolabel für die Produkte gibt es nicht, da das Gemüse nicht in Erde produziert wird, die Ansprüche an eine nachhaltige Produktion der City-Farmer sind aber hoch, auch Bioläden haben bereits den Fisch angefragt. Aus einem Missverständnis heraus entwickelte sich der Name „Rosé-Barsch“ für den produzierten Fisch in der Efficient City Farm. Da es sich um Buntbarsche handelt und der Name gut zu passen scheint, sind sie jetzt dabei geblieben.

Ich freue mich auf jeden Fall schon auf frischen Fisch!

 

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