Pflanzen Fotografie, Veranstaltung

Orchideenblüte in der Biosphäre Potsdam

20. März 2016
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Zurzeit blühen die unterschiedlichsten und schönsten Orchideen in der Biosphäre in Potsdam.

 

Bei Orchideen denke ich unter anderem gleich an die Tropen. Das passt ja auch gut, denn dort fühlen sich die meisten Orchideen am wohlsten. Sie wachsen auf Bäumen, an Felsen und auf Steinen, sowie in der Erde. Wer Lust hat eine große Vielfalt an Orchideen zu erleben, demjenigen empfehle ich die Ausstellung zur Orchideenblüte mitten im kleinen Dschungel, in Potsdam in der Biosphäre.

Die Orchidee – der Kosmopolit

Orchideen findet man jedoch nicht nur in den Tropen, es sind richtige Kosmopoliten. Es gibt sie eigentlich überall, auch in unseren Gefilden. Ein Beispiel für Orchideen in Deutschland wäre zum Beispiel das Knabenkraut. Das Knabenkraut ist eine heimische Wildorchidee, sie wurde früher als Heilpflanze verwendet. Das Knabenkraut trifft man mittlerweile jedoch nur noch selten an, daher steht es unter Naturschutz.

Orchideen sind vielfältig!

Nicht nur in ihrer Erscheinung, auch in der Verwendung der Pflanze. Von der Heilpflanze bis zur essbaren Blüte, als Dekoration in Kränzen und Gestecken finden sie Verwendung. Beliebt für Hochzeiten ist z.B. die Orchidee Coelogyne Christata, aus Nepal stammend. Die strahlend weiße und leicht verspielte Blüte passt perfekt zu diesem Anlass. Orchideen leben z.B. als Epiphyten auf anderen Pflanzen, auf Felsen und Steinen und in der Erde wachsen ebenfalls viele Arten. Die bekannteste Orchideenart, welche man in Deutschland oft angeboten bekommt ist die Gattung Phalenopsis. Das liegt unter anderem daran, dass diese Gattung robust ist und üppig blüht.

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Orchidee Coelogyne Christata aus Nepal, wird oft bei Hochzeiten verwendet

Es gibt viele schöne Orchideen: Paphiopedilum Orchideen (Frauenschuh), Juwel Orchideen, Ocidium Orchideen, Dendrobium Orchideen, Miltonia Orchideen, Cambria Orchideen, Cattleya Orchideen, Vanda-Orchideen und und und…

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Die ursprünglichen, nicht gezüchteten Orchideen, sind etwas dezenter von der Blütengröße her, diese gefallen mir eigentlich am besten.

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Pflege und Vermehrung

Am besten vergisst man seine Orchidee ab und an und übertreibt es nicht mit der Pflege, dass bekommt den Orchideen oft besser, wie zu viel des Guten. Sollte die Orchidee nicht blühen, könnte es vielleicht auch daran liegen, dass sie an einem zu warmen Standort steht. Kommt die Orchidee ursprünglich z.B. aus dem Himalaja, wird sie es bei uns im beheizten Wohnzimmer womöglich etwas zu gemütlich finden und entsprechend reagieren. Ein Tipp dazu: die weniger Wärme liebenden Orchideen erkennt man z.B. an schmalen Blättern.

Direktes Sonnenlicht ist für Orchideen ebenfalls nicht so ideal wie zu viel gießen. Weniger ist mehr!

Die Bestäubung der Orchideen findet in der Natur meist durch Insekten statt. In der Biosphäre in Potsdam bekommt man dies an einem faszinierenden Platz vorgeführt, dem Schmetterlingshaus. Wunderschöne Exemplare flattern über den Köpfen der Besucher, landet einer neben einer Orchideenblüte, kommt es regelrecht zur Farbexpolsion!

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Frisch verpuppte Raupe

Die Orchideenzucht – Die Entdeckung der Langsamkeit

Die Zucht einer neuen Orchideensorte braucht viel Zeit. Bis eine Orchidee das erste Mal blüht vergehen bis zu sieben Jahre, bei manchen auch vierzehn Jahre. Erst dann können die gewünschten Partner gekreuzt werden. Man braucht tatsächlich sehr viel Geduld, bis eine neue Sorte gezüchtet ist, die auch die gewünschten Merkmale hat und dazu noch gesund ist.

Solltet ihr mal Orchideensamen kaufen, um diese auszusäen, möchte ich euch noch einen Tipp mit auf den Weg geben. Kauft sie lieber nicht! Die Samen der Orchidee besitzen keine nährende Substanz um ihre Samen, wie man das von anderen Samen kennt. Die Samen können nur erfolgreich keimen und wachsen in Symbiose mit einem Pilz (Mykorrhiza). Säht man die Samen an einer Stelle aus, an der sich dieser Pilz nicht befindet, wird man vergeblich auf die Orchidee warten…

Die Ausstellung zur Orchideenblüte könnt ihr besuchen vom 17.03 bis 01.5.2016.

Weitere Infos dazu findet Ihr bei der Biosphäre in Potsdam.

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Es war eine schöne Führung durch die Biosphäre mit Marei Karge-Liphard, einer Expertin für Orchideen, die aus einer Gärtner-Familie aus Lüneburg stammt, die auf eine Einhundertjährige Gärtner-Tradition zurückblickt.

Bis demnächst!

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